Fettleber

Das Krankheitsbild der Fettleber

Die Fettleber (Steatosis hepatis) zeichnet sich durch eine zunehmende Ansammlung von Fett (Triglyzeriden) in den Leberzellen aus, welche unbehandelt zu Leberentzündungen führen können. Auslöser für die krankhafte Fettspeicherung ist ein Ungleichgewicht zwischen der Energiezufuhr bzw. der Fettbildung und dem Abtransport sowie Abbau von Fetten in der Leber.

Schätzungsweise 20-30% der deutschen Bevölkerung weisen mittlerweile eine Fettleber auf, bei 2 bis 3% liegt bereits eine Fettleberentzündung vor. Etwa 75% der adipösen Patienten und Diabetiker haben eine verfettete Leber.

Es gibt unterschiedliche Ursachen.

  • Überernährung,
  • Alkoholmissbrauch
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Insulinresistenz und Diabetes mellitus (insbesondere Typ 2)
  • (bauchfettbetonte) Adipositas
  • Kupferspeicherkrankheit (Morbus Wilson)
  • Schwangerschaft (in seltenen Fällen kann es im letzten Schwangerschaftsdrittel zu einer akuten Leberverfettung kommen)

Bei der alkoholbedingten Fettleber ist ein täglicher, übermäßiger Alkoholkonsum ursächlich für die Erkrankung. Bereits der tägliche Konsum von etwa 20 bis 30 g Alkohol bei Frauen und 40 bis 60 g Alkohol bei Männern kann auf Dauer zu Leberschäden führen. Allerdings sind die schädliche Alkoholmenge sowie die Entwicklungsdauer der Fettleber bei jedem Patienten unterschiedlich.

Bei der nicht-alkoholischen Fettleber hingegen steht die überkalorische Ernährung, insbesondere bei übermäßiger Zufuhr von Zucker (und hier vor allem Fruktose) bzw. Stärke, an der Spitze der Ursachen. In diesen Fällen sprechen wir von einer Mastfettleber. Es ist die häufigste Form und kann sich durch eine entsprechende Änderung des Ess- und Bewegungsverhaltens vollständig zurückbilden.

Ernährungsumstellung ist das A und O

  • Verzicht auf Alkohol an oberster Stelle

Ein absolutes Muss ist völlige Alkoholkarenz, was auch das Naschen von alkoholhaltigen Süßigkeiten betrifft. Bei Alkohol-induzierter Fettleber kann diese Maßnahme allein ausreichen, um die Leberverfettung vollständig aus zu heilen

  • Eine zuckerarme und stärkemoderate Kost

Verzicht auf Glukose, Fruktose und Saccharose. In manchen Fällen reicht es, Süßigkeiten zu vermeiden, süße Getränke weg zu lassen und Tee oder Kaffee grundsätzlich ohne Zucker zu trinken.

  • qualitativ hochwertige Fetten und Ballaststoffe

Die Reduktion von gesättigten Fetten. Kohlenhydratgehalt des Essens auf etwa 40 % der Gesamtkalorien reduzieren. Das betrifft insbesondere Weißmehlprodukte wie Weißbrot, Baguette, Cornflakes, Kuchen und Kekse.