Wussten Sie schon, dass…

…der freiwillige Verzicht auf gluten- und laktosehaltige Lebensmittel nicht zwangsläufig der Gesundheit dient. Denn mit dem Verzicht auf diese Lebensmittel steigt das Risiko für Nährstoffdefizite und kann somit auf lange Sicht zu gesundheitlichen Einschränkungen führen. So haben einige glutenfreie Produkte einen relativ hohen Fettgehalt, während der Anteil an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen geringer ausfällt. Im Hinblick auf laktosefreie Produkte werden von Seiten der Lebensmittelindustrie auch Lebensmittel beworben, die von Haus aus einen geringen Laktosegehalt aufweisen. Das hat zur Folge, dass Lebensmittel gemieden werden, die für eine laktosefreie Ernährung gar keine Bedeutung haben – also völlig unnötig gemieden werden. Und das meist zu einem weitaus höheren Preis. Zudem vertragen die meisten Personen mit Laktoseintoleranz kleine Mengen an Laktose (eine Scheibe Käse oder einem Joghurt), so dass der Milchzucker gar nicht komplett gemieden werden muss.

Warum also auf Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Milch, Joghurt oder Käse verzichten, wenn es nicht unbedingt erforderlich ist.

 

… eine pflanzenbasierte und somit entzündungssenkende Kost die Beschwerden bei Arthrose lindern und ein Fortschreiten einschränken kann. Denn Studien haben gezeigt, dass Betroffene einen erhöhten Bedarf an bestimmten Nährstoffen und Antioxidantien haben. Und diese sind reichlich in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. Kräuter und Gewürze mit entzündungshemmender Wirkung lassen sich hier wunderbar verwenden. Dazu zählen beispielsweise Kurkuma, Ingwer, Knoblauch, Meerrettich, Petersilie, Schwarzkümmel, Thymian, Zimt und Zwiebel. Von besonderer Bedeutung in Hinblick auf eine entzündungshemmende Wirkung sind die Omega-3-Fettsäuren. Sie sind in Fettfischen wie Lachs, Hering oder Makrele enthalten, aber auch in Pflanzenölen wie Rapsöl, Leinöl, Leindotteröl oder Hanföl. Obwohl es keine spezielle Diät bei Arthrose gibt, berichten viele Betroffene von einer Reduktion ihrer Schmerzen durch die Umstellung auf eine pflanzenbasierte Kost mit wenig bis kein Fleisch.

 

Kartoffel und Süßkartoffel

… obwohl beide die Bezeichnung „Kartoffel“ tragen, haben sie botanisch gesehen, nichts miteinander zu tun. Speisekartoffeln gehören zu den Nachtschattengewächsen, die eher ein kühles Klima vertragen und somit gut in unseren heimischen Breitengraden gedeihen können. Ganz im Gegenteil zur Süßkartoffel, einem Windengewächs, das ein warmes Tropenklima bevorzugt. Beide Sorten liefern wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Zink, Kalzium und viele Vitamin. Ein wesentlicher Unterschied liegt im Anteil von Beta-Carotin und Vitamin A. Der ist bei der Süßkartoffel höher und verleiht dieser ihre typisch gelbliche Farbe. Die Speisekartoffel hingegen punktet mit einem Mehr an Folsäure und Phosphor.
Geschmacklich gesehen wird die Süßkartoffel oftmals als eine Mischung aus Kürbis, Karotte und Kartoffel beschrieben. Weil sie mehr Stärke enthalten, schmecken sie auch süßer. Das Windengewächs lässt sich vielseitig in der Küche einsetzen. So können Süßkartoffeln gekocht, frittiert, geröstet, gebacken oder püriert und sogar als Fingerfood oder im Salat roh zubereitet werden. Die Garzeit ist zudem ein Drittel kürzer als bei Speisekartoffeln.

 

 

 

 

 

Quellen_ 163/2018 VFEDaktuell, pixabay